Heidegger

 

Martin Heidegger

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Geboren am 26. September 1889, Meßkirch
Gestorben am 26. Mai 1976, Freiburg i. Br. 

 

Kurzbiographie

 

Nach seiner Schulzeit in Meßkirch (1895-1903) und Konstanz (Conradiheim 1903-06) macht Martin Heidegger Abitur in Freiburg. Dort beginnt er auch das Studium der Theologie und der Philosophie, das er 1913 mit der Promotion und 1915 mit der Habilitation abschließt.
Nach dem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg wird er Dozent in Freiburg. Von dort wechselt er nach Marburg.
1927 veröffentlicht er sein philosophisches Hauptwerk: Sein und Zeit.
Nach Freiburg zurückgekehrt, wird er im Mai 1933 zum Rektor der Universität gewählt, legt dieses Amt jedoch schon im Februar 1934 nieder. Nach dem Krieg hat er zunächst Lehrverbot, das die französische Besatzungsmacht 1951 zu seiner ordentlichen Emiritierung wieder aufhebt.
Danach hält er weiterhin Vorlesungen, Vorträge und Seminare. 

 

Philosophie

 

Ausgehend von der Phänomenologie seines Lehrers Edmund Husserl richtet sich Heideggers Denken auf die Frage nach dem Sein, die er in seinem ersten Hauptwerk Sein und Zeit aus dem Blickwinkel der menschlichen Existenz stellt, später in den "Beiträgen" in der annähernden Beschreibung des Spiels von Entbergung und Verbergung im Ereignis umkreist. 
Trotz der Schwierigkeiten seiner Sprache beeinflusst das Denken Heideggers nicht nur die zeitgenössische Philosophie, sondern strahlt auch auf das Gebiet der Theologie, der Anthropologie, der Psychologie und der Literaturwissenschaften aus. Seine Schriften sind in viele Sprachen übersetzt worden.

 

Die wichtigsten Werke

 

 

1927 Sein und Zeit
1929 Kant und das Problem der Metaphysik; Vom Wesen des Grundes
1936 Hölderlin und das Wesen der Dichtung
1936-46 Beiträge zur Philosophie. Vom Ereignis (Erstveröffentlichung 1989)
1943 Vom Wesen der Wahrheit
1947 Brief über den Humanismus
1949 Der Feldweg
1950 Holzwege (Sammlung von Aufsätzen)
1953 Einführung in die Metaphysik
1956 Der Satz vom Grund
1959 Unterwegs zur Sprache
1961 Nietzsche I und II
1961 Die Technik und die Kehre
1967 Wegmarken (Sammlung von Aufsätzen

 

 

 

 

 

1959 verleiht die Stadt Meßkirch ihrem berühmtesten Heimatsohn die Ehrenbürgerschaft. In Erinnerung an Heideggers Schrift "Der Feldweg" wird die Hofgartenstraße 1972 umgetauft und heißt seitdem "Am Feldweg". Das an dieser Straße 1973 neu erbaute Gymnasium erhielt nach Heideggers Tode den Namen "Martin-Heidegger-Gymnasium". Dieses Gymnasium ist die Fortführung der Meßkircher Bürgerschule, die der junge Heidegger von 1899 bis 1902 besucht hat.
 

hdgQuart.jpg (35597 Byte) Bürgerschule Meßkirch 1901/02 - Quarta. Heidegger 4. von links 



Seit 1975 erscheinen Heideggers Schriften, Vorlesungen und nachgelassene Werke in einer auf über 100 Bände berechneten Gesamtausgabe, von der mittlerweile über 67 Bände erschienen sind.
Die 1985 gegründete Martin-Heidegger-Gesellschaft mit Sitz in Meßkirch fördert die Herausgabe dieser Gesamtausgabe und veranstaltet regelmäßig Symposien zu Fragen der Philosophie Martin Heideggers. 

Text: Peter Kumm