Offenes Lernen

Das Offene Lernen stellt eine Säule des pädagogischen Konzepts am Martin-Hei­degger-Gymnasium dar. Inhalte des Leitbildes werden hier praktisch umgesetzt, wenn es darum geht, die Eigenverantwortung des einzelnen Schülers für den Lern­prozess zu stärken, differenziert zu lernen und damit auf die Schwächen und Stärken des Einzelnen einzugehen, im Team zu arbeiten, kreativ nach Lösungen zu suchen, sich an Regeln und Absprachen zu halten und anderen zu helfen.

In diesem Sinne ist das Ziel des Offenen Lernens neben der Vermittlung und Festi­gung einer soliden Fachkompetenz auch, methodische, soziale und personale Kom­petenzen zu fördern.

Die ersten Ansätze eines Offenen Lernens am Martin-Heidegger-Gymnasium gehen zurück in die 90er Jahre. Ausgehend von Ergebnissen der Hirnforschung sowie den Erfahrungen an anderen Schularten (speziell der Grundschule) begann man, Freiar­beit in den Unterricht zu integrieren.

Beteiligt an diesem „Versuch“ waren zunächst die Fächer Deutsch und Mathematik in den Klassenstufen 5 und 6.

Durch die Absicht, das Martin-Heidegger-Gymnasium zu einer Schule mit ganztägi­gem Angebot weiterzuentwickeln und dem damit verbundenen Antrag auf IZBB-Mit­tel, wurde das Offene Lernen zu einer wichtigen Säule im pädagogischen Konzept, die eine Flexibilisierung und Öffnung des Unterrichts ermöglicht.

Im Schuljahr 2004/05 startete das Offene Lernen mit den Fächern Deutsch, Biologie, Mathematik, Erdkunde und Religion. Die Lehrer erarbeiteten mit viel Engagement, oftmals auch in Teams, Materialien für diese Arbeits- und Lernprozesse, die seither immer wieder ergänzt, überarbeitet und verbessert wurden. Die Inhalte des Offenen Lernens sind Teil des Schulcurriculums.

Es kommt für die Zukunft darauf an, dieses Konzept weiterzuentwickeln. Dies gilt zu­nächst für die Quantität und Qualität der Aufgaben, noch mehr aber für eine noch stärkere Selbstorganisation des Lernprozesses.

Eine Einführung in das Offene Lernen erfolgt zu Beginn jedes Schuljahres.

 

Beschreibung des Offenen Lernens

  • Findet in bestimmen Fächern der Klassenstufen 5 bis 8 statt
  • Aufgaben werden über längeren Zeitraum selbständig bearbeitet
  • Das Offene Lernen umfasst vier Wochenstunden
  • Aufgaben aller Fächer werden in einem eigenständig geführten Ordner gesammelt
  • Aufgaben werden in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit gelöst
  • Gearbeitet wird innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers

 

Begründung des Offenen Lernens

  • Schülerzentrierte Unterrichtsformen haben im Bildungsplan einen
  • hohen Stellenwert
  • Einübung sogenannter „Schlüsselqualifikationen“
  • Neben der fachlichen und der methodischen Kompetenz werden auch die personale und soziale Kompetenz gefördert
  • Offenere Unterrichtsformen bieten die Möglichkeit einer Binnendifferenzierung und damit einer gezielten Förderung
  • Übereinstimmung mit den Kernpunkten des Leitbildes unserer Schule

Ziele des Offenen Lernens

  • Aneignung fachlichen Wissens
  • Einübung von Arbeits- und Recherchetechniken
  • Förderung der Selbstständigkeit
  • Kreatives Erschließen von Lösungswegen
  • Planungsfähigkeit und Zielorientierung
  • Zeiteinteilung und Selbstorganisation
  • Konzentration und Ausdauer
  • Beurteilung des eigenen Lernprozesses
  • Teamfähigkeit und Rücksichtnahme