{"id":2196,"date":"2023-03-31T10:01:25","date_gmt":"2023-03-31T10:01:25","guid":{"rendered":"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/?p=2196"},"modified":"2023-03-31T10:01:25","modified_gmt":"2023-03-31T10:01:25","slug":"1500-kilometer-in-69-stunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/?p=2196","title":{"rendered":"1500 Kilometer in 69 Stunden"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geografie-LK erkundet den wilden Westen<\/h2>\n\n\n\n<p> Noch in der tiefen Nacht brachen die neun Sch\u00fcler*innen des Geo-Leistungskurs aus der J2 und ihre zwei begleitenden Lehrkr\u00e4fte Herr Kettner und Herr K\u00fcnstner in Me\u00dfkirch auf, um einen unvergesslichen Roadtrip durch weite Teile des geographischen Westen Deutschlands zu unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1649\" height=\"1271\" src=\"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/GeoTagebau.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2197\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Die erste Station der Reise f\u00fchrte die Gruppe nach Frankfurt\/Main, um beim Plane Spotting mehr \u00fcber die wichtigste deutsche Global City und den international bedeutsamen Flughafen zu erfahren. Weiter ging es in die Eifel, um dort am Beispiel des gr\u00f6\u00dften rheinland-pf\u00e4lzischen Sees, dem Laacher See, Merkmale der touristisch attraktiven Vulkanregion kennenzulernen. Anschlie\u00dfend reiste die Gruppe in die im Jahr 2021 von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesuchte Stadt Ahrweiler, um auf einer emotionalen F\u00fchrung die schier unglaubliche Dimension der Hochwassersch\u00e4den wahrzunehmen. Hierbei, und auch im Anschluss bei einer Fahrt durchs Ahrtal \u2013 inmitten der Weinberge und am m\u00e4andrierenden, so harmlos wirkenden Fluss entlang -, zeigte sich die Gruppe schockiert vom Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung aber auch zutiefst beeindruckt vom unerm\u00fcdlichen Engagement der Menschen f\u00fcr den Wiederaufbau in der Region. Wie nah Ursachen und Folgen des Klimawandels beieinander liegen, wurde deutlich, als die Gruppe kurze Zeit und nur wenige Kilometer sp\u00e4ter im Rheinischen Braunkohlerevier nahe L\u00fctzerath ankam. Hier erhielt sie einen Eindruck von der Gr\u00f6\u00dfe der Tagebaue, besch\u00e4ftigte sich intensiv mit der aktuellen Energiesituation und begriff am Beispiel von ausgestorbenen D\u00f6rfern, welche Folgen die Umsiedlung ganzer Ortschaften hat. Ein besonderes Erlebnis stellte der anschlie\u00dfende Besuch in einem Waldcamp dar, wo sich die Gruppe mit einem d\u00e4nischen Klimaaktivisten \u00fcber sein Leben im Camp und die aktuelle Klimapolitik austauschte. Am sp\u00e4ten Abend in der Ferienwohnung in Oberhausen angekommen, lie\u00df der Kurs den Abend bei Gespr\u00e4chen \u00fcber den ereignisreichen Tag und einem leckeren, selbst gekochten Abendessen ausklingen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/GeoMuseum.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2198\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Am fr\u00fchen Morgen des zweiten Exkursionstags besichtigte die Gruppe die Ausstellung \u201eDas zerbrechliche Paradies\u201c im Industriedenkmal Gasometer Oberhausen. Anhand von faszinierenden Fotografien,Videos und einer monumentalen Skulptur der Erde, konnte hier die Sch\u00f6nheit und zugleich Verwundbarkeit des Planeten in Zeiten des Anthropoz\u00e4ns bestaunt werden. Clan-Kriminalit\u00e4t, No-Go-Area oder Verm\u00fcllung \u2013 dies sind typische Zuschreibungen f\u00fcr das Stadtviertel Marxloh in Duisburg, das f\u00fcr den n\u00e4chsten Halt aufgesucht wurde. Im Rahmen einer Stadtteil-F\u00fchrung erhielt der Kurs authentische Einblicke in das Leben vor Ort. Hierbei wurden zwar vielerorts strukturelle Probleme wahrgenommen, jedoch konnte auch ein sehr positiver Eindruck vom pulsierenden und farbenfrohen Flair des Viertels gewonnen werden. Die Vorstellung verschiedenster Stadtentwicklungsprogramme und der Genuss t\u00fcrkischer S\u00fc\u00dfigkeiten bewiesen abschlie\u00dfend, dass es sich immer lohnt, vor Ort eigene Erfahrungen zu sammeln, um Vorurteile auszur\u00e4umen. Im Laufe des Nachmittags wurden schlie\u00dflich noch weitere bekannte Duisburger Orte erkundet: Vom Duisburger Hafen \u2013 dem gr\u00f6\u00dften Binnenhafen Europas \u2013 ging es \u00fcber das Stahlwerk von Thyssen-Krupp, wo in den n\u00e4chsten Jahren Stahl aus gr\u00fcnem Wasserstoff entstehen wird, zum Landschaftspark Nord. Hier, wo fr\u00fcher noch in einem H\u00fcttenwerk malocht wurde, befindet sich heute eine gr\u00fcne Gro\u00dfstadtoase, welche als Beispiel f\u00fcr gelungene Industriekultur und -natur gilt. Um die vielen Facetten Duisburgs am Abend an einem besonderen Ort Revue passieren zu lassen, besuchte der Kurs zur Abrundung des Tages das im ganzen Ruhrgebiet bekannte t\u00fcrkische Restaurant<br>Aladdin Ocakba\u015f\u0131 und genoss z.B. Iskender Kebap, den sie danach bei einer Wanderung zur Achterbahnskulptur Tiger &amp; Turtle abtrainierte, um schlie\u00dflich mit einem wundersch\u00f6nen Ausblick auf den beleuchteten Ballungsraum belohnt zu werden. Gl\u00fccklich und satt ging die Gruppe schlafen, um f\u00fcr den dritten und letzten Exkursionstag gewappnet zu sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1272\" src=\"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/GeoNacht.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2199\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Um die st\u00e4dtebaulichen Besonderheiten und sozialr\u00e4umlichen Unterschiede im Ruhrgebiet wahrzunehmen, bereisten die angehenden Abiturient*innen mit ihren Lehrkr\u00e4ften am fr\u00fchen Morgen die Stadt Essen. Im Stadtviertel Margarethenh\u00f6he lernten sie hier zun\u00e4chst ein Paradebeispiel f\u00fcr eine sogenannte Gartenstadt kennen, und im Anschluss erfuhren sie am Beispiel des Villenviertels Bredeney \u2013 in Kontrast zu den noch frischen Eindr\u00fccken aus Duisburg-Marxloh \u2013, wie nah Armut und Reichtum in unserer Gesellschaft beieinander liegen k\u00f6nnen. Aus dem westlichen Ruhrgebiet ging es schlie\u00dflich weiter in Richtung \u00f6stliches Ruhrgebiet nach Dortmund. Hier bestaunte der Kurs am Phoenixsee ein weiteres Beispiel f\u00fcr den Strukturwandel in der Region. Auf der Fl\u00e4che eines ehemaligen Stahlwerks ist ein attraktives Naherholungsgebiet entstanden, das allen Reisenden als Inspiration f\u00fcr nachhaltige Stadtentwicklung und vielen BVB-Profis als exklusiver Wohnort dient. Mit unz\u00e4hligen Eindr\u00fccken bepackt, brach die Gruppe nun nach S\u00fcdwestfalen ins Rothaargebirge zur letzten Station ihrer gro\u00dfen Rundreise auf. In einer der waldreichsten und zugleich industriest\u00e4rksten Regionen Deutschlands thematisierte der Kurs verschiedene Facetten einer bis hierher noch v\u00f6llig unbekannten Gegend. Auf der Wetterstation am Kahlen Asten bei Winterberg wurde im Rahmen einer F\u00fchrung beispielsweise erkl\u00e4rt, warum die Region besonders schneereich ist und wie sie sich zu einem beliebten Wintersportgebiet entwickeln konnte. Gleichzeitig wurden auch die Potenziale des Ausbaus nachhaltiger touristischer Angebote diskutiert, um z.B. unabh\u00e4ngiger von k\u00fcnstlicher Beschneiung oder dem zunehmenden Waldsterben zu sein. Einige Kilometer weiter in Bad Berleburg lernten die elf Reisenden schlie\u00dflich noch das Artenschutzprojekt Wisent-Wildnis am Rothaarsteig kennen, wo sie eines der gr\u00f6\u00dften Lands\u00e4ugetiere Europas in freier Wildbahn sichten konnten. Zur Kr\u00f6nung der Reise entschloss sich das Exkursionsteam schlie\u00dflich noch, den in der N\u00e4he gelegenen Heimatort von Herr Kettner, Hainchen im Siegerland, anzusteuern. Dieser unterst\u00fctzte die Idee sehr gern, denn seiner Meinung nach sollte man mindestens ein Mal im Leben dort gewesen sein. Spontan stattete die Reisegruppe daher noch Herr Kettners Familie einen Besuch ab, und tobte sich au\u00dferdem auf den Spielger\u00e4ten am dortigen Abenteuerspielplatz aus. Auf dem R\u00fcckweg nach Me\u00dfkirch war sich die Gruppe sofort einig, dass dieser 69-Stunden-Roadtrip durch weite Teile der Bundesrepublik unvergesslich bleibt. Gemeinsam wurden wichtige Abitur-Themen erarbeitet, viele naturr\u00e4umliche und gesellschaftliche Facetten Deutschlands erkundet, und kurz vor den anstehenden schriftlichen Abiturpr\u00fcfungen nochmals die ohnehin starke Kursgemeinschaft gest\u00e4rkt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geografie-LK erkundet den wilden Westen Noch in der tiefen Nacht brachen die neun Sch\u00fcler*innen des Geo-Leistungskurs aus der J2 und ihre zwei begleitenden Lehrkr\u00e4fte Herr Kettner und Herr K\u00fcnstner in Me\u00dfkirch auf, um einen unvergesslichen Roadtrip durch weite Teile des geographischen Westen Deutschlands zu unternehmen. 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