{"id":2753,"date":"2023-11-22T18:18:38","date_gmt":"2023-11-22T18:18:38","guid":{"rendered":"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/?p=2753"},"modified":"2023-11-22T18:18:38","modified_gmt":"2023-11-22T18:18:38","slug":"neuer-stoff-aus-alten-jeans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/?p=2753","title":{"rendered":"Neuer Stoff aus alten Jeans"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gymnasium unterst\u00fctzt ein Recycling-Projekt<\/li>\n\n\n\n<li>Aussortierte Jeans werden in einer Tonne gesammelt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>S\u00fcdkurier, 22.11.23, von Isabel Michelberger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit geht das Martin-Heidegger-Gymnasium Me\u00dfkirch mit einem Jeans-Recyclingprojekt. Die Elftkl\u00e4ssler und ihr Lehrer Constantin Regenauer sammeln alte, ausgediente Jeansstoffe, die sie an ein Start-up-Unternehmen nach Dortmund schicken, wo aus der ausrangierten Kleidung ein neuer Stoff entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fach Wirtschaft geh\u00f6ren das Konsumverhalten sowie die Kleiderproduktion in China samt ihrer negativen Auswirkung auf die Umwelt und die Ausbeutung der Arbeitskr\u00e4fte zum Lehrplan. Schockierende Film-Dokumentationen \u00fcber die Herstellung von Jeans lie\u00dfen bei den Elftkl\u00e4sslern und Regenauer das Bed\u00fcrfnis entstehen, selbst aktiv zu werden, um in diesem Bereich zur Kreislaufwirtschaft beizutragen. Mit dem Start-up-Unternehmen Iglu aus Dortmund, das Jeansstoffe sammelt, um sie zu neuen Stoffen zu verarbeiten, fanden sie einen Partner.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs gibt einen hohen Verschlei\u00df bei Jeanskleidung\u201c, erl\u00e4utert Constantin Regenauer. Das liege einerseits an der gesunkenen Qualit\u00e4t, ganz gleich ob es sich um Markenware oder um No-Name-Produkte handle. Andererseits habe es mit der Profitgier der Modefirmen und dem Konsumwahn zu tun. Das Flicken von L\u00f6chern gestaltet sich zudem durch die Dehnbarkeit des Stoffes, da fast jede Jeans einen kleinen Anteil Elastan besitzt, schwieriger. \u201eEs ist einem schlichtweg zuwider, wenn man die Filme \u00fcber die Jeansherstellung in China schaut und nichts machen kann\u201c, beschreibt der Lehrer die Motivation. \u201eIch finde die Aktion echt cool\u201c, erg\u00e4nzt Aaron Benkler, den es \u00e4rgert, wie in China Kleidung hergestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor den Sommerferien sei er auf das Start-up-Unternehmen Iglu gesto\u00dfen, erz\u00e4hlt Regenauer. Dieses sammelt Jeansstoffe ein, um sie fein zu schreddern. Das Resultat l\u00e4sst sich dann zu einem neuen Stoff verarbeiten. Normalerweise stellt das Unternehmen Tonnen zur Verf\u00fcgung, die geleert werden. Da Me\u00dfkirch jedoch zu weit ab liegt, wird im Gymnasium eine schwarze Abfalltonne genutzt, um darin in Jutes\u00e4cken die Jeansstoffe zu sammeln. Ist gen\u00fcgend beisammen, werden sie per Post nach Dortmund geschickt. \u201eSogar wenn wir jeden Sack selbst mit dem Auto nach Dortmund bringen w\u00fcrden, w\u00e4re die \u00d6kobilanz besser als eine neue Jeans zu produzieren\u201c, kalkuliert der Lehrer. F\u00fcr das Porto veranstalteten die Elftkl\u00e4ssler einen Waffelverkauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Maximilian Vogt freut sich sehr, dass die Aktion gut angenommen wird. \u201eEs w\u00e4re nat\u00fcrlich toll, wenn wir noch mehr Unterst\u00fctzung bek\u00e4men\u201c, meint Jannik Warken. Den Dreien ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen. \u201eGenerell trage ich meine Hosen so lange, bis es nicht mehr geht\u201c, versichert Maximilian. So sehen es auch seine Mitsch\u00fcler. \u201eIch versuche, einigerma\u00dfen lokal einzukaufen\u201c, beschreibt Aaron sein Konsumverhalten. Er w\u00fcnsche sich, dass viel mehr Leute bei der Kreislaufwirtschaft mitmachen und darauf achten, was sie konsumieren. Die Elftkl\u00e4ssler verstehen beispielswiese nicht, dass die F\u00f6rderung f\u00fcr das Recycling-Unternehmen durch den Bund ausgelaufen ist. \u201eWir haben den Eindruck, dass da viel geschw\u00e4tzt wird, aber nichts passiert\u201c, so Jannik. Und sein Lehrer stimmt ihm zu: \u201eDie Bewegung in Richtung Kreislaufwirtschaft muss von unten, von der Bev\u00f6lkerung kommen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Problemstoff Jeans<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Aktion unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann Jeansstoffe, deren Baumwoll-Anteil mindestens 95 Prozent betr\u00e4gt, in den daf\u00fcr vorgesehenen M\u00fclleimer werfen. Er steht im Foyer des Martin-Heidegger-Gymnasiums. Ideal w\u00e4re es, die Jeans den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mitzugeben. Der Wasserverbrauch f\u00fcr eine Jeans ist enorm. Die Pflanze f\u00fcr eine Jeans braucht 10.000 Liter Wasser, um zu gedeihen. Und es gibt aufwendige Waschverfahren, um die Jeans gebraucht aussehen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1151\" src=\"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Jeans.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2754\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdkurier, 22.11.23, von Isabel Michelberger Einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit geht das Martin-Heidegger-Gymnasium Me\u00dfkirch mit einem Jeans-Recyclingprojekt. Die Elftkl\u00e4ssler und ihr Lehrer Constantin Regenauer sammeln alte, ausgediente Jeansstoffe, die sie an ein Start-up-Unternehmen nach Dortmund schicken, wo aus der ausrangierten Kleidung ein neuer Stoff entsteht. 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