{"id":3237,"date":"2024-06-26T07:15:11","date_gmt":"2024-06-26T07:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/?p=3237"},"modified":"2024-06-26T07:15:11","modified_gmt":"2024-06-26T07:15:11","slug":"auf-den-spuren-deutscher-geschichte-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/?p=3237","title":{"rendered":"Auf den Spuren deutscher Geschichte in Berlin"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"960\" src=\"https:\/\/mhgmesskirch.de\/mhg\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/BerlinGruppenfoto.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3238\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Woche lang verbrachte die Klasse 11 des Martin-Heidegger-Gymnasium in der deutschen Hauptstadt, um sich mit politischen, historischen und kulturellen Themen auseinanderzusetzen. Die Unterkunft lag im ehemaligen Ostberliner Stadtteil Friedrichshain nahe des Bahnhofs Ostkreuz, was die Mobilit\u00e4t der Gruppe sehr vereinfachte. Das Angebot an Kneipen, Imbissen und Sp\u00e4tis im sehr jungen und hippen Kiez wurde bereits am ersten Abend von den Me\u00dfkirchern wahrgenommen, die den lauen Abend bis zum Zapfenstreich voll auskosteten. Die ersten beiden Tage sahen ein straffes Programm vor. Die Stadtf\u00fchrung durch den Arbeiterbezirk Wedding besch\u00e4ftigte sich mit den Lebensbedingungen der Landbev\u00f6lkerung, die im 19. Jh. nach Berlin str\u00f6mte, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Realit\u00e4t sah meist anders aus: Verschimmelte, dunkle Wohnungen, miserable hygienische Verh\u00e4ltnisse und harte Arbeitsbedingungen pr\u00e4gten den Alltag. Im Bundesrat bekam die Klasse die Gelegenheit, in einem Rollenspiel das Gesetzgebungsverfahren in der L\u00e4nderkammer nachzuspielen \u2013 f\u00fcr viele ein Aha-Erlebnis, wie komplex die Modalit\u00e4ten bei der Abstimmung der Landesregierungen sind. Im ehemaligen Stasigef\u00e4ngnis Hohensch\u00f6nhausen wurde den Jugendlichen von ehemaligen H\u00e4ftlingen eindr\u00fccklich vorgef\u00fchrt, was es hei\u00dft, in einem Staat zu leben, der individuelle Freiheitsrechte nicht anerkennt. Abends lie\u00df sich die Truppe aus Me\u00dfkirch vom Berliner Staatsballett beeindrucken, das in einer bildgewaltigen Inszenierung Verdis Requiem auff\u00fchrte. Einen weiteren H\u00f6hepunkt stellte die F\u00fchrung durch ein Mitglied des Vereins Berliner Unterwelten dar. Im Labyrinth aus alten Bunkeranlagen, U-Bahnsch\u00e4chten und Kellerverbindungen faszinierte unser F\u00fchrer, ein begnadeter Erz\u00e4hler, mit Geschichten rund um die Fluchttunnel, in denen DDR-B\u00fcrger versuchten nach Westdeutschland zu kommen. Der Theaterbesuch am Montagabend musste leider ausfallen, da aufgrund der Sicherheitskonferenz die S-Bahnen rund um Berlin-Mitte eine Dreiviertelstunde standen und ein Weiterkommen unm\u00f6glich machten. Der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, ein Bummel durch Kreuzberg, die Eastside Gallery und ein Open-Air Poetry-Slam in der UFA-Fabrik bereicherten die weiteren Tage in der Hauptstadt. Gekr\u00f6nt wurde der Aufenthalt mit dem Besuch der Fan-Meile vor dem Brandenburger Tor beim Er\u00f6ffnungsspiel Deutschland-Schottland. Die R\u00fcckfahrt war zwar gepr\u00e4gt von Versp\u00e4tungen, umgeleiteten und ausfallenden Z\u00fcgen, Streckensperrungen und fehlenden Lokf\u00fchrern, aber schlie\u00dflich kamen alle wieder wohlbehalten mit vielen neuen Eindr\u00fccken und Erfahrungen in Me\u00dfkirch an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Woche lang verbrachte die Klasse 11 des Martin-Heidegger-Gymnasium in der deutschen Hauptstadt, um sich mit politischen, historischen und kulturellen Themen auseinanderzusetzen. Die Unterkunft lag im ehemaligen Ostberliner Stadtteil Friedrichshain nahe des Bahnhofs Ostkreuz, was die Mobilit\u00e4t der Gruppe sehr vereinfachte. 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