Wie prägen natürliche Voraussetzungen die Entwicklung einer Region – und wie kann eine einzigartige Landschaft nachhaltig genutzt und bewahrt werden? Mit dieser Leitfrage machte sich der J2-Geo-Leistungskurs von Herr Kettner auf einen Roadtrip durch den Bodenseeraum.
Den Auftakt bildete in den frühesten Morgenstunden das Pfrunger-Burgweiler Ried, eines der größten Moorgebiete Süddeutschlands. Vom Bannwaldturm oder dem Fünfeckweiher aus bot sich ein beeindruckender Blick über die renaturierte Moorlandschaft. Dabei wurde deutlich, welche wichtige Rolle Moore für den Klimaschutz, den Wasserhaushalt und die Artenvielfalt spielen.
Anschließend standen im Deggenhausertal nachhaltiges Wirtschaften und regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt. Bei Sonett und auf dem Lehenhof erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in nachhaltige Produktion, ökologische Landwirtschaft und bewussten Konsum.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Gehrenbergturms nahe Markdorf. Bei bester Fernsicht reichte der Blick vom Bodensee bis zu den Alpen und machte die Entstehung der Landschaft direkt nachvollziehbar. An der Birnau nahe Uhldingen-Mühlhofen zeigte sich danach eindrucksvoll, wie der Bodensee das regionale Klima prägt und dadurch ideale Bedingungen für den Obst- und Weinbau sowie eine einzigartige Kulturlandschaft schafft.
Den Abschluss bildete Überlingen, wo die Bedeutung des Bodensees als Trinkwasserspeicher, Naturraum und Tourismusregion sowie die Herausforderungen einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Mittelpunkt standen.
Die Exkursion machte deutlich, wie eng Natur, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander verbunden sind. So blickte die Gruppe auf einen abwechslungsreichen Roadtrip mit spannenden Einblicken, beeindruckenden Ausblicken und vielen Gelegenheiten, Geographie direkt vor Ort zu erleben, zurück.
