Zehn Stunden Zugfahrt, gigantische Containerschiffe, Teilchenbeschleuniger im Untergrund und Physik hautnah in luftiger Höhe: Für die Schülerinnen und Schüler der NWT-Klassen 9 und 10 des Martin-Heidegger-Gymnasiums Messkirch verwandelte sich die Hansestadt Hamburg in eine riesige, spannende Erlebniswelt – begleitet wurde die Fahrt von Frau Jakob, Herrn Kiechle und Herrn Bartknecht.
Es war ein ambitionierter Start: Bereits um 6:30 Uhr morgens hieß es am Bahnhof in Tuttlingen Abschied nehmen vom gewohnten Schulalltag. Nach einer ereignisreichen und kurzweiligen zehnstündigen Zugfahrt erreichte die Gruppe die Hansestadt. Belohnt wurden die Strapazen der Anreise direkt mit einem echten Highlight: Der Jugendherberge auf dem Stintfang lag der Hamburger Hafen mit einem wunderbaren Panoramablick über die St. Pauli Landungsbrücken buchstäblich zu Füßen. Nach dem Ankommen stand ein erster Erkundungsspaziergang an, bei dem unter anderem der historische Elbtunnel durchquert wurde – ein perfekter Auftakt.

Der zweite Tag startete mit einer Stadtführung durch den traditionsreichen Stadtteil St. Pauli. Spannende Anekdoten und Hintergrundwissen gaben den Jugendlichen einen tiefen Einblick in die Geschichte und Kultur dieses faszinierenden Viertels.

Am Nachmittag ging es hoch hinaus in die Welt der Luftfahrt: Bei einer Werksführung über das Airbus-Gelände staunten die Schüler nicht schlecht, als sie gleich zweimal das Glück hatten, den imposanten Transportflieger „Beluga“ im aktiven Einsatz zu erleben – einmal bei der Landung und beim Rollen. Neben den beeindruckenden Maschinen erfuhren die Jugendlichen aus erster Hand, wie moderne Flugzeuge montiert werden, wie komplexe Logistikprozesse ablaufen und welche vielseitigen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten die Luftfahrtindustrie bietet (Fotos machen war allerdings nicht erlaubt).
Der dritte Tag führte die Gruppe in den Heide Park Soltau. Hier schlug das Herz vor allem bei rasanten Fahrten höher, bot der Freizeitpark doch die perfekte Kulisse, um Physik live zu erleben. Wer wollte, konnte sich von Lehrer Herrn Bartknecht in gewohnt weitschweifigen, aber höchst unterhaltsamen Ausführungen in die Geheimnisse der Achterbahntechnik einweihen lassen. Von historischen Bremsmechanismen bis hin zu modernsten elektromagnetischen Beschleunigungskräften wurde die Theorie sofort an den Fahrgeschäften überprüft.

Naturwissenschaftlich auf höchstem Niveau ging es am Donnerstag weiter: Auf dem Programmtag stand unter anderem ein Besuch des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY).

Die Gruppe durfte hinab in die tiefen Tunnel des inzwischen abgeschalteten Teilchenbeschleunigers PETRA steigen.

Hier erhielten die Schüler faszinierende Einblicke in bahnbrechende Experimente der Teilchenphysik, die Zukunftspläne des Forschungszentrums – darunter der geplante Bau des weltweit besten Elektronenlasers – sowie die hervorragenden Studien- und Zukunftschancen in diesem Bereich.

Nach soviel Wissenschaft stand am Donnerstagnachmittag maritimes Feeling auf dem Plan: Bei einer Barkassenfahrt über die Elbe kamen die Jugendlichen den größten Containerschiffen der Welt ganz nah. Dabei wurde eindrucksvoll vermittelt, wie internationale Hafenlogistik funktioniert und wie das „Tor zur Welt“ pulsiert.

Den krönenden Abschluss des Tages bildete am Abend ein weiteres echtes Kultur-Highlight: Die Gruppen verteilten sich und besuchten wahlweise das magische Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind oder das spektakuläre Musical Zurück in die Zukunft. Beide Inszenierungen sorgten für restlose Begeisterung und glückliche Gesichter.


Der Freitag stand den Schülerinnen und Schülern schließlich zur freien Verfügung. Zeit für ausgiebiges Shoppen, eigene Erkundungstouren durch die Hamburger Innenstadt und das Genießen des urbanen Flairs, bevor am Abend die Taschen gepackt werden mussten.
Doch Hamburg hielt noch eine ganz besondere, völlig ungeplante Überraschung bereit: Völlig unerwartet liefen der Gruppe einige bekannte Gesichter über den Weg. So trafen die Schüler ganz nebenbei auf prominente Persönlichkeiten wie die Rapper Noah Kraus und MCB, was natürlich für große Begeisterung und das ein oder andere Erinnerungsfoto sorgte.
Die Rückreise erfolgte erneut über Nacht im Zug, sodass die Gruppe am Samstagmorgen wohlbehalten, wenn auch müde, nach Messkirch zurückkehrte.
Die Exkursion nach Hamburg war für alle Beteiligten eine äußerst ereignisreiche, lehrreiche und unvergessliche Woche. Dank faszinierenden Einblicken in Spitzenforschung und Industrie sowie unvergesslichen Momenten wie den prominenten Begegnungen kam vor allem das gemeinsame Erleben nicht zu kurz – eine Reise, die den Schülerinnen und Schülern noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird.